Ballistokardiographische Untersuchungen über die Wirkung von Beta-Receptorenblockern

  • Kurt Schnelle
  • Helmut Lydtin
  • N. Zöllner
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 72)

Zusammenfassung

Substanzen, die selektiv die adrenergen Beta-Receptoren blockieren, wurden in letzter Zeit für die Behandlung u. a. der Angina pectoris und von Arrhythmien vorgeschlagen. Eine wichtige Voraussetzung für eine klare Indikationsstellung ist eine möglichst umfassende Kenntnis ihrer Wirkung auf Herz und Kreislauf unter krankhaften, aber auch unter normalen Bedingungen. Die Wirkung einer Beta-Receptorenblockade wird durch die Größe des Katecholaminantriebes zum Zeitpunkt der Blockierung bestimmt. Während für das insuffiziente Herz die Bedeutung des Katecholaminantriebes unbestritten ist, wird der Katecholaminantrieb am gesunden Herzen in Ruhe verschieden beurteilt. So mißt der Braunwaldsche Arbeitskreis dem adrenergen Antrieb am normalen Herzen unter Ruhebedingungen keine wesentliche Bedeutung zu (1). Die Versuche von Gebhardt (2), Geesmeyer (3), Hegglin (4) und von Meesmann (5) zeigen dagegen, daß nach Beta-Receptorenblockade u. a. Herzfrequenz, systolischer Blutdruck und Herzminutenvolumen abnehmen, das enddiastolische Volumen, die Druckanstiegs- und die Austreibungszeit dagegen zunehmen. Bei allen diesen Untersuchungen ist die Ausgangslage von entscheidender Bedeutung. Sie kann durch eine Herzkatheterisierung oder Arterienpunktion ohne vorhergehende Sedierung, die Sedierung allein oder eine Narkose erheblich beeinflußt werden. Außerdem wurde ein Teil dieser Versuche am Tier durchgeführt und die Ergebnisse können nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragen werden.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Berlin Heidelberg 1967

Authors and Affiliations

  • Kurt Schnelle
    • 1
  • Helmut Lydtin
    • 1
  • N. Zöllner
    • 1
  1. 1.Medizinische Poliklinik der Universität8 München 15Deutschland

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