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Prüfung von cytostatischen Substanzen in der Gewebekultur Einfluß von Trichloräthylenmelamin (TEM) und N,N-Bis(β-chloräthyl)-N’, O-propylenphosphorsäureester-amid (Endoxan) auf Zellzahl, Pyknoserate, Mitoserate und photometrisch bestimmbare Dichte der Kulturen

  • K.-O. Habermehl
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 68)

Zusammenfassung

Die Wirksamkeitsprüfung cytostatischer Substanzen im Tierversuch unterliegt der Beeinflussung durch verschiedene Faktoren. Diese können sowohl durch Umweltbedingungen als auch durch die Reaktionslage des Versuchstieres bedingt sein. Durch die Anwendung der Gewebekulturtechnik ist es möglich, einen Teil dieser Einflüsse auszuschalten. Einen weiteren Vorteil stellen die experimentellen Regulationsmöglichkeiten der Zellvermehrung und des Zellstoffwechsels dar (1). Die neueren Methoden der Züchtung von Zellen in Gewebekulturen ermöglichen einen hohen Grad an Reproduzierbarkeit und Konstanz der Versuchsbedingungen. Neben der Bestimmung von Änderungen in der Stoffwechselleistung der Zellen stehen für die Wirksamkeitsprüfung einer cytostatischen Substanz eine Reihe morphologischer Kriterien zur Verfügung. Hierbei sind vor allem die zahlenmäßig erfaßbaren Kriterien von Bedeutung. Neben der Registriermethode ist die Auswahl der verwendeten Zellart in Betracht zu ziehen. Hierbei hat es sich gezeigt, daß nicht nur maligne Zellstämme für solche Untersuchungen geeignet sind, sondern auch aktiv proliferierende Kulturen aus nicht entarteten Geweben. Dieses Phänomen wird verständlich durch die Untersuchungen Warburgs (2), wonach sich der Stoffwechsel der normalen Zelle unter den Bedingungen der Gewebekultur teilweise der Stoffwechsellage maligner Zellen angleicht.

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Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Berlin Heidelberg 1962

Authors and Affiliations

  • K.-O. Habermehl
    • 1
  1. 1.Wenckebach-Krankenhaus1 Berlin-TempelhofDeutschland

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