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Die vegetativen Anfälle

  • F. Broser
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 68)

Zusammenfassung

Unter den verschiedenen Anfallsformen stehen diejenigen aus dem epileptischen Formenkreis seit Jahrzehnten ganz im Mittelpunkt des klinischen Interesses. Die Stoffwechselforschung hat dabei aufgedeckt, daß bei Epileptikern eine vagoton-trophotrope Einstellung der vegetativen Tonuslage vorherrscht, und daß alle diejenigen Faktoren, welche zu einer Auslenkung der vegetativen Steuerung in vagotoner Richtung führen, die epileptische Krampf bereitschaft erhöhen. Das hat SELBACH dazu geführt, den epileptischen Anfall als eine Art Notfallreaktion zu deuten, als sympathicotone Gegenregulation in extrem vagotoner Krisensituation, mit deren Hilfe der Organismus das verlorengegangene vegetative Gleichgewicht wieder herstellt. Von Seiten der elektrophysiologischen Forschung, vor allem von Jung und seinen Mitarbeitern, konnte wahrscheinlich gemacht werden, daß im Gehirn physiologischerweise Bremsmechanismen wirksam sind, die ein normales mittleres Erregungsniveau garantieren, und daß nicht, wie man erwartet hatte, ein primärer Anstieg der elektrischen Erregung für das Auftreten epileptischer Anfälle verantwortlich ist, sondern vielmehr ein Versagen dieser regulativen Bremseinrichtungen.

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Note

  1. 1.
    Die cerebralen vegetativen Anfälle. Berlin-Göttingen-Heidelberg: Springer 1958.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Berlin Heidelberg 1962

Authors and Affiliations

  • F. Broser
    • 1
  1. 1.87 WürzburgDeutschland

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