Neuere phosphororganische Verbindungen in der Therapie der Leukämien

  • H. Siering
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 66)

Zusammenfassung

Von phosphororganischen Verbindungen haben in letzter Zeit tertiäre aliphatische Phosphinderivate Bedeutung erlangt, da sich zeigte, daß diesen Substanzen im Tierversuch eine Ruhekerngiftwirkung zukommt Nach der Verabfolgung der Mittel kommt es zu einem erheblichen Anstieg der Gesamtmitosenzahl, dessen Maximum nach 9 bis 12 Std erreicht ist. Innerhalb der einzelnen Mitosestadien zeigt sich dabei eine Verschiebung mit relativer Verminderung der Pro- und Metaphasen und Vermehrung der Telophasen. Bedeutungsvoll ist das Auftreten atypischer Mitosen. So sind die Chromosomen oft unregelmäßig verklumpt, einzelne sind abgesprengt, die Teilung in die Tochtersterne ungleichmäßig. Gelegentlich liegen die Chromosomen diffus im Zelleib verteilt. Entsprechend diesen Veränderungen läßt sich das Wachstum des Ehrlichschen Mäuse-Ascites-Carcinoms hemmen Diese Wirkungen zeigten sich bei allen geprüften Phosphinderivaten, dem Triäthylphosphindibromid, dem Triäthylphosphindichlorid, dem Tripropylphosphindibromid, dem Tributylphosphindibromid und dem Triäthylphosphinoxyd, praktisch in der gleichen Weise und mit nur geringfügigen graduellen Unterschieden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1961

Authors and Affiliations

  • H. Siering
    • 1
  1. 1.Medizinische Universitätsklinik JenaDeutschland

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