Vorläufige Erfahrungen mit Dexamethason

  • Dr. G. Geyer
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 65)

Zusammenfassung

Das Steroid Dexamethason ist das junge Produkt einer chemischen Entwicklung, die ihren Ausgang vom Corticosteroid Hydrocortison genommen hat und zu synthetischen Steroiden mit geänderter pharmakologischer Wirkung — den Corticoiden — führte. Ein erwähnenswerter Schritt auf diesem Wege war die 1952 durchgeführte Halogenierung des Hydrocortison, die zu einer markanten Potenzierung zwar des gesamten Spektrums der Steroidwirkung führte, den Mineraleffekt aber relativ viel stärker zur Geltung brachte als den für die meisten klinischen Indikationen wesentlichen antiphlogistischen. Schon 1953 wurde erkannt, daß durch die Einführung einer Doppelbindung im Ring A des Steroidgerüstes die erreichte Verstärkung der Wirkung zwar geringer war als bei den halogenierten Derivaten, aber sie führte — und das war für die Verwendbarkeit dieser Steroide in der Therapie ganz wesentlich — zu einer weitgehenden Eliminierung der Wirkung auf den Mineralstoffwechsel. So entstanden die dehydro-Produkte des Cortison und des Hydrocortison, das Prednison und das Prednisolon. Nun ist es in neuerer Zeit gelungen, die starke Zunahme der Mineralstoffwechselwirkung, die durch die Halogenierung der Steroide erreicht wird, dadurch aufzuheben, daß in Stellung erreicht wird, dadurch aufzuheben, daß in Stellung 16 Seitenketten substituiert wurden: Beim Triamzinolon wurde dort eine OH-Gruppe eingeführt und beim Dexamethason, über das hier berichtet werden soll, wurde in Position 16-alpha methyliert.

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Copyright information

© Verlag von J. F. Bergmann 1959

Authors and Affiliations

  • Dr. G. Geyer
    • 1
  1. 1.I. Medizinischen UniversitätsklinikWien IXAustria

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