Kreatinin bei Gesunden und Nierenkranken in seinen Serum-Harn-Relationen

  • G. Heuchel
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 64)

Zusammenfassung

Jedem Kliniker sind Fälle chronischer Nierenerkrankungen bekannt, welche jahrelang eine geringe bis mäßige Erhöhung der Serum-Rest-N-Werte aufweisen, ohne daß eine Neigung zu weiterem Anstieg der harnpflichtigen Substanzen im Blut während eines längeren Zeitraumes erkennbar ist. Im Hinblick auf den Laborbefund der Rest-N-Erhöhung werden solche Fälle im allgemeinen als präurämische Niereninsuffizienz registriert, wobei dann freilich mit Erstaunen festgestellt wird, daß die Retention der harnpflichtigen Stoffe im Blut über lange Zeit praktisch unverändert, d. h. in geringen Grenzen bleibt und keine Neigung zur Progredienz besteht. Sarre, |Gayer und Rother haben sich kürzlich mit diesem Vorkommen einer „kompensierten Rest-N-Retention“ bei chronischen Nierenleiden befaßt und das Wesen dieses interessanten Funktionsverhaltens aufzuklären gesucht. Sie haben dargelegt, daß eine Erhöhung des Serumspiegels einer harnpflichtigen Substanz einem erhöhten Ausscheidungsdruck gleichkomme, welcher auch der funktionsgestörten Niere eine normale Eliminationsleistung ermögliche.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1959

Authors and Affiliations

  • G. Heuchel
    • 1
  1. 1.Medizinische UniversitätsklinikJenaDeutschland

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