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Interne Befunde aus der Nachuntersuchung der Berliner Zwillingsserie nach 20 bis 25 Jahren

  • Gerhard Koch
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 64)

Zusammenfassung

Herr Professor von Verschuer hat am Beispiel der Tuberkulose und des Krebses aufgezeigt, daß bei einer Krankheit, die sich über Jahre und Jahrzehnte des Lebens erstrecken kann, eine Querschnittsuntersuchung einer Zwillingsgruppe allein keine ausreichende Unterlage darstellt. Vielmehr ist es notwendig, in einer Längsschnittbetrachtung das Krankheitsgeschehen und den Lebensablauf der Zwillinge zu verfolgen. Erst die Untersuchung der Zwillingspaare in verschiedenen Lebensabschnitten und die Sammlung objektiver Unterlagen ermöglichen es, das oft vielfältige pathogenetische Krankheitsgeschehen in seiner Abhängigkeit von erblichen und umweltgegebenen Faktoren „in einer bis dahin nicht möglich gewesenen Exaktheit“ (Verschuer) zu erfassen und zu beurteilen. So wurde in den letzten Jahren in einigen humangenetischen Forschungszentren verschiedener Länder (Kopenhagen, Montreal und Münster) damit begonnen, große auslesefreie Zwillingsserien katamnestisch zu untersuchen. Neben der bereits mehrfach erwähnten dänischen Untersuchung von Harvald und Hauge und den Nachuntersuchungen der Münsteraner Schule (von Verschuer) wurde in Montreal von N. F. Walker eine Nachuntersuchung früher bereits einmal untersuchter Zwillinge in Angriff genommen. Ein besonderes Interesse haben innerhalb der genannten Zwillingsserien die eineiigen Zwillingspaare gefunden, die bereits kurz nach der Geburt voneinander getrennt wurden und in ganz verschiedenen Umweltbedingungen aufwuchsen.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1959

Authors and Affiliations

  • Gerhard Koch
    • 1
  1. 1.Institut für Humangenetik der UniversitätMünster (Westf.)Deutschland

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