Hand und Arm pp 200-202 | Cite as

Glomustumoren an den Fingern

  • Georg Hohmann

Zusammenfassung

Die meisten Berichte über Glomustumoren bemerken schon in der Überschrift die Seltenheit des Vorkommens. Und doch konnte der Anatom Clara in seiner grundlegenden Arbeit über „Die arterio-venösen Anastomosen“ 1939 weit über 100 beschriebene Fälle von Glomustumoren verwerten. Diese Geschwülste sind 1924 zuerst von dem Franzosen Masson als „Angioneuromyome“ beschrieben und erklärt worden, nachdem sie schon früher als schmerzhafte Hautknötchen bekannt waren. Damals berichtete Masson über 3 beobachtete Fälle: 1. Bei einer 23jährigen Krankenschwester trat ohne bekannte Ursache ein heftig schmerzender Tumor an der Außenseite des Zeigefingers auf. 2. Einem 13jährigen Mädchen fiel ein Pultdeckel auf den Mittelfinger, es bildete sich ein Hämatom unter dem Nagel, der Schmerz verschwand bald. Nach einigen Wochen trat ein erneuter heftiger Schmerz auf, der bis in die Schulter ausstrahlte. Heilung durch operative Exstirpation eines 12 mm großen Tumors unter dem Fingernagel nach Entfernung des Nagels. 3. Ein Mann klagt seit 30 Jahren über Schmerzen am linken Zeigefinger, die sich bei Kälteeinwirkung steigern. Der Nagel ist verkrümmt, unter ihm sieht man einen blauen Fleck. Nach Entfernung des Nagels wird ein erbsengroßer Tumor ausgeschnitten. Sofort Beseitigung der Schmerzen. Diese kurzen kasuistischen Mitteilungen mögen genügen.

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Copyright information

© J. F. Bergmann, München 1949

Authors and Affiliations

  • Georg Hohmann
    • 1
  1. 1.Orthopädischen Klinik MünchenOrthopädischen UniversitätspoliklinikDeutschland

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