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Hand und Arm pp 186-188 | Cite as

Gefäßstörungen an Arm und Hand

  • Georg Hohmann

Zusammenfassung

Manche Menschen, oft mit neuropathischer oder vasomotorischer Konstitution, leiden an anfallsweise auftretenden Schmerzen und Parästhesien an den Enden der Gliedmaßen, an Händen mehr als an Fußen. Die Anfälle treten oft nachts oder am frühen Morgen auf oder auch nach Kältereizen, mit ziehenden Schmerzen, kribbelnden und prickelnden Empfindungen und weiß oder bläulich werdenden Fingern, die wie klamm werden. Die Patienten klagen über „abgestorbene“ Finger oder „Leichenfinger“ (Digitus mortuus). Diese Verfärbung betrifft auch die Nägel. Wenn der Anfall vorüber ist, tritt eine reaktive Rötung und Schwellung, auch ein Heißwerden und ein starkes Schwitzen an den Fingern und Händen auf. Dieser dem Internisten und Neurologen wöhlbekannte Krankheitszustand wird offenbar durch Gefäßkrämpfe, die zur Blutleere und oft zur Cyanose führen, bedingt. Die Behandlung ist internistisch. Man rät zur Vermeidung von Kälte und Nässe, Nicotin und Alkohol, Überanstrengungen und Erregungen. Man wendet Wechselbäder, heiße Teilbäder, Zwei- oder Vierzellenbäder und nach Herz und Curschmann Chinin 0,2 3mal täglich in Lösung oder Pillen an. Eine schwere Steigerung dieser vasokonstriktorischen Neurose der Extremitäten ist

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Copyright information

© J. F. Bergmann, München 1949

Authors and Affiliations

  • Georg Hohmann
    • 1
  1. 1.Orthopädischen Klinik MünchenOrthopädischen UniversitätspoliklinikDeutschland

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