Die Entwicklung von spezifischen und sensitiven Nachweisverfahren von endogenem NGF

  • Rainer Hellweg
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Psychiatrie book series (PSYCHIATRIE, volume 95)

Zusammenfassung

Bis in die späten 70-er Jahre stützten sich Aussagen zur biologischen Wirkung von NGF fast ausschließlich auf Zellkulturexperimente, den Einsatz von pharmakologischen, d.h. meist supraphysiologischen Dosen von exogenem NGF sowie auf Experimente mit NGF-neutralisierenden Antikörpern in vivo und in vitro. In Anbetracht der extrem niedrigen endogenen Konzentrationen von NGF scheiterte lange Zeit die zuverlässige Quantifizierung von NGF in Geweben oder Flüssigkeiten, die für (patho)physiologische Untersuchungen zur neurotrophen Rolle dieses Proteins von besonderen Interesse sind. Der um mehrere Größenordnungen höhere Gehalt von exokrinem NGF in der Glandula submandibularis der männlichen Maus, in Giftdrüsen von Schlangen sowie Geschlechtsanhangsdrüsen von Meerschweinchen, Kaninchen, Rind, Schaf und Ziege (Übersicht bei Harper und Thoenen 1980) ließ sich hingegen leichter quantifizieren, z.B. durch sogenannte Bioassays an NGF-abhängigen Zellkulturen, in denen über das Ausmaß der überlebenden Nervenzellen oder ihrer neuritischen Aussprossungen der NGF-Gehalt abgeschätzt wird. Allerdings scheint der exokrine NGF physiologisch keine Rolle für die bekannten neurotrophen Wirkungen von NGF zu spielen wie z.B. für die Entwicklung und den Funktionserhalt des peripheren sympathischen Nervensystems (Korsching und Thoenen 1988; Übersichten bei Greene und Shooter 1980, Thoenen und Barde 1980, Bradshaw 1983; vgl. aber Kapitel 12).

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, GmbH & Co. KG Darmstadt 2000

Authors and Affiliations

  • Rainer Hellweg
    • 1
  1. 1.Freie Universität Berlin Psychiatrische Klinik und PoliklinikBerlinDeutschland

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