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Wege und Auswege der Anlage-Umwelt-Diskussion

  • Michael Stadler
  • Sonja Stadler
Part of the Psychologie und Gesellschaft book series (2844, volume 8)

Zusammenfassung

Leon J. Kamins Buch „The Science and Politics of I. Q.“ erschien 1974 in den USA auf dem Höhepunkt einer Kontroverse, die für die wissenschaftliche Psychologie einmalig ist, und die ihre Vertreter in zwei Lager spaltet. Dieses Buch beschreibt den Stand der Kontroverse in den siebziger Jahren in den USA. Es versucht zu klären, ob es heute wirklich wissenschaftliche Ergebnisse gibt, populationsgenetische oder differentialpsychologische, die den Schluß zulassen, daß der Intelligenzquotient oder wenigstens Komponenten der Intelligenz erblich bedingt oder mitbedingt sind. Die Kontroverse ist nun hundert Jahre alt und seit ihrem Beginn scheint es eher um die Durchsetzung politisch motivierter Ideologien mittels wissenschaftlicher Begriffe als um das Abwägen und Bewerten vorliegender Fakten zu gehen. Dabei wird die„Ungleichheit der Menschen“ (Eysenck 1976) hinsichtlich ihrer geistigen Fähigkeiten als Faktum gesetzt und Errungenschaften der bürgerlichen Revolution des 19. Jahrh.„Gleichheit-Freiheit-Brüderlichkeit“ werden relativiert, damit der herrschenden Klasse, dem Bürgertum, eine Legitimation für ihre Erhebung über die neu entstandene Arbeiterklasse gegeben werden kann. Der Faschismus nutzte zudem das Intelligenzkonstrukt zur pseudowissenschaftlichen Begründung rassistischer Vorurteile (Kuhn 1977). Auch Kamin weist den der Intelligenzforschung inhärenten Rassismus anhand von Quellenmaterial der amerikanischen Einwanderungspolitik der zwanziger Jahre nach.

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Copyright information

© Lawrence Erlbaum Associates 1974

Authors and Affiliations

  • Michael Stadler
  • Sonja Stadler

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