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Cholinesterasehemmung durch Hexacarbacholinbromid (Imbretil®) beim Menschen in vivo

  • Ursula Mussgnug
  • Hasso Scholz
Conference paper
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Part of the Aktuelle Probleme der Intensivmedizin book series (API, volume 1)

Zusammenfassung

Hexacarbacholinbromid (Imbretil®) ist ein Langzeitmuskelrelaxans, das im Rahmen der Intensivpflege bei therapierefraktären Krampfzuständen und ausgeprägten pulmonalen Ventilationsstörungen eingesetzt wird (2, 3, 7). Es wird ange- nommen, daß es nach einer initialen Depolarisationsphase eine langanhaltende Muskelerschlaffung vom Curaretyp bewirkt (Lit. s. 8). In vitro hemmt es die Cholinesterase (ChE) (1,4). Der vorliegenden Untersuchung lag die Frage zugrunde, ob Imbretil® beim Menschen auch in vivo zu einer ChE-Hemmung führt. Ausgangspunkt war die eigene Beobachtung, daß bei einigen Patienten bei längerer Anwendung die relaxierende Wirkung von Imbretil® mit der Zeit abnahm und höhere Dosen zur vollständigen Relaxation notwendig wurden (Abb. 1). Dieser Befund ist für ein Muskelrelaxans vom Curaretyp nicht typisch. Er steht im Gegensatz zu den Angaben des Herstellers, nach denen Wiederholungsdosen wirksamer als die Initialdosis sein sollen.

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, Darmstadt 1974

Authors and Affiliations

  • Ursula Mussgnug
    • 1
  • Hasso Scholz
    • 2
  1. 1.II. Medizinische Klinik und Poliklinik65 MainzDeutschland
  2. 2.Pharmakologisches InstitutUniversität65 MainzDeutschland

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