Advertisement

Aufbau einer Datenbank für Auskünfte bei Vergiftungen

  • R. Pirtkien
Conference paper
Part of the Aktuelle Probleme der Intensivmedizin book series (API, volume 1)

Zusammenfassung

Warum Datenbanken zur Giftinformation? Die meisten Fehlentscheidungen kommen durch Mangel an Information zustande. Eine Verbesserung der Informationsmöglichkeiten könnte daher für Patienten und Arzt von höchstem Nutzen sein. Bedenken wir, daß in der heutigen Zeit die Überflutung mit Informationen dazu geführt hat, daß selbst Fachspeziaiisten, wie Hormonforscher oder Pathologen nicht mehr die Literatur ihres Fachgebietes übersehen können, von ihrem Gedächtnis einmal abgesehen. Wpagner hat darauf hingewiesen. Auf dem Gebiet der klinischen Toxikologie kann man damit rechnen, daß es etwa 100 000 Substanzen gibt, die als potentielle Giftstoffe in Frage kommen. Niemand kann die Zusammensetzung dieser Substanzen, ihre Wirkungsweisen und die vielen anderen Größen, die man für die Auskunft wissen muß, auswendig beherrschen. Denjenigen, die angeben, daß sie zwischen 25 bis über 40 % der Auskünfte auswendig geben, kann man zu ihrem Gedächtnis gratulieren. Nicht immer stehen sie jedoch mit ihrem geistigen Speichervermögen für Auskünfte zur Verfügung. Auch auf den Abteilungen bzw. Auskunftsstellen werden neue Kollegen eingestellt. Im Rahmen des Assistentenaustausches über alle Abteilungen einer Fachklinik werden auch jüngere, unerfahrene Kollegen auf den Intensivpflegestationen arbeiten und die Giftinformation in der Nacht übernehmen. Aus diesen Gründen dürfte es sich empfehlen, eine Gedächtnisstütze zur Verfügung zu stellen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, Darmstadt 1974

Authors and Affiliations

  • R. Pirtkien
    • 1
  1. 1.Institut f. Med. Statistik und DokumentationUniversität23 KielDeutschland

Personalised recommendations