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Renale Hypertonie

  • Alexander SturmJr.
Part of the Medizinische Praxis book series (2867, volume 44)

Zusammenfassung

Eine Abgrenzung der renalen (= nephrogenen) Hypertonie, dem Hochdruck als Folge einer Nierenparenchymerkrankung, von der renovaskulären Hypertonie, dem Hochdruck als Folge einer Erkrankung des prärenalen und/oder intrarenalen Gefäßsystems, ist nicht unproblematisch. Auf Grund unserer heutigen Kenntnisse zur Pathogenese der renalen und renovaskulären Hypertonie ist es fraglich, ob eine solche Trennung in zwei Hochdruckformen gerechtfertigt ist, da sich die pathogenetischen Mechanismen der renalen und renovasculären Hypertonie überschneiden und möglicherweise zum Teil die gleichen sind. Ohne Zweifel können einige Nierenerkrankungen sowohl der renalen als auch der renovaskulären Hypertonie zugeordnet werden. Auf der anderen Seite wissen wir aber, daß es eine Reihe von Erkrankungen gibt, die zunächst ausschließlich das Gefäßsystem der Niere betreffen, zum Hochdruck führen und erst sekundär eine Nierenparen-chymschädigung bedingen. Da zudem das klinische Bild, die röntgenologischen Befunde, die Befunde der Laborchemie sowie die Ergebnisse verschiedener Funktionsprüfungen bei der renalen und renovaskulären Hypertonie häufig deutlich unterschiedlich sind, erscheint aus praktischen und didaktischen Gründen die Unterteilung in zwei Hochdruckformen gerechtfertigt, solange keine endgültig gesicherten Kenntnisse über deren Pathogenese vorliegen.

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, Darmstadt 1970

Authors and Affiliations

  • Alexander SturmJr.
    • 1
  1. 1.I. Medizinischen Universitätsklinik DüsseldorfDeutschland

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