Homosexualität, Heterosexualität und zwanghafte Borderline-Syndrome

  • Richard C. Friedman
Part of the Psychoanalyse der Geschlechterdifferenz book series (PSYCHOANALYSE)

Zusammenfassung

Es liegen bislang keine zuverlässigen epidemiologischen Daten über die Auftretenshäufigkeit zwanghafter Störungen auf niedrigem Strukturniveau vor, aber die klinische Erfahrung zeigt, daß sie nicht selten sind. Unter Patienten mit solchen Störungen wird eine bedeutende Anzahl mit einer sexuellen Pathologie angetroffen. Die Kombination von zwanghaften Abwehrstrukturen und gestörten Ich-Funktionen, die die Trieb- bzw. Impulsbefriedigung regulieren, fuhrt zu einem zwanghaft impulsiven Verhalten, wie es für die sexuelle Perversion (oder Paraphilie) charakteristisch ist. Die Mechanismen der Spaltung und Entmenschlichung (das Betrachten anderer Menschen als Partialobjekte oder im Sinne einer Bedürfnisbefriedigung) werden ebenfalls mit den Paraphilien in Verbindung gebracht (Stoller 1975). Sowohl homosexuelle als auch heterosexuelle Männer mit Charakterstörungen auf einem niedrigen Strukturniveau manifestieren Symptome der Borderline-Persönlichkeit, wie sie vom DSM-III-R definiert werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • Richard C. Friedman
    • 1
  1. 1.New YorkUSA

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