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Hierarchie und sexuelle Orientierung

  • Richard C. Friedman
Part of the Psychoanalyse der Geschlechterdifferenz book series (PSYCHOANALYSE)

Zusammenfassung

Das psychoanalytische Konzept der hierarchischen Organisation des psychischen Apparats muß im Lichte moderner Vorstellungen zu den Themen Geschlechtszugehörigkeit und Geschlecht (gender und sex) kritisch überprüft werden. Rappaport hat die Bedeutung des hierarchischen Organisationskonzepts für die psychoanalytische Theorie prägnant zusammengefaßt:

Diesem Modell (das Jacksonsche oder das neuronale Integrationshierarchiemodell) entsprechend besteht das Nervensystem aus einer Hierarchie von Integrationen, in der die übergeordneten die untergeordneten hemmen oder steuern und eine Schädigung oder Hemmung der übergeordneten die Funktionen der untergeordneten wieder zum Einsatz bringen. Als Freud 1898 seinen neurologischen Gesichtspunkt aufgab, setzte er an Stelle neuropsychologischer Spekulationen die Hypothese hierarchisch organisierter psychologischer Systeme, die nach dem Muster der Jacksonschen Hierarchie neuraler Schichten gebildet waren. Zum Beispiel ist die Reihenfolge der Systeme Unbewußt, Vorbewußt und Bewußt nach diesem Modell gebildet.... Seine Brauchbarkeit liegt darin, daß es Mittel bietet, Verhaltensphänomene, die mit willentlicher Kontrolle und/oder Bewußtheit einhergehen, systematisch mit solchen zu koordinieren, bei denen dies nicht der Fall ist. Nicht nur sind die Konzepte der Systeme Unbewußt, Vorbewußt und Bewußt (wie auch die des Es, Ich und Über-Ich) nach diesem Modell geprägt, sondern auch Freuds Annahme, daß “jedem Fortschritt zu einer höheren Stufe psychischer Organisation eine neue Zensur entspreche.”

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • Richard C. Friedman
    • 1
  1. 1.New YorkUSA

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