Weitere Überlegungen zu Psychopathologie und sexueller Orientierung

  • Richard C. Friedman
Part of the Psychoanalyse der Geschlechterdifferenz book series (PSYCHOANALYSE)

Zusammenfassung

Die vorangegangenen Kapitel verdeutlichen, daß die Wechselwirkungen zwischen sexueller Orientierung und Psychopathologie sehr komplex sind. Der Kliniker kann sich ihnen jedoch auf logische und systematische Weise annähern. Weil alle Facetten der sexuellen Orientierung in die Persönlichkeitsstruktur eingebettet sind, kann eine Psychopathologie, an der die sexuelle Orientierung beteiligt ist, am besten im Kontext einer Pathologie des Charakters verstanden werden. Alle Persönlichkeitsstörungen — oder auch Mischungen aus diesen — auf allen Integrationsebenen der Charakterstruktur kommen bei Männern in jedwedem Bereich des Kinsey-Spektrums vor. (Dasselbe gilt für alle Formen psychotischer Störungen.) Das Diagnostische und Statistische Manual (DSM-III-R) nennt (ohne Berücksichtigung der atypischen Mischformen) 11 Persönlichkeitsstörungen: die paranoide, die schizoide, die schizotypische, die histrionische, die narzißtische, die antisoziale, die Borderline-, die vermeidende, die abhängige, die zwanghafte und die passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung. Es wäre redundant, wollte man alle Fälle für jede Störungsart auf allen Charakterstrukturebenen sowohl an beiden Enden als auch in der Mitte des Kinsey-Spektrums vorstellen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • Richard C. Friedman
    • 1
  1. 1.New YorkUSA

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