Einführung

  • Richard C. Friedman
Part of the Psychoanalyse der Geschlechterdifferenz book series (PSYCHOANALYSE)

Zusammenfassung

Zu keiner Zeit hat es eine allgemeingültige Definition des Begriffs Homosexualität gegeben, die von Klinikern und Verhaltensforschern akzeptiert worden wäre (Panel 1966). Abhandlungen oder Bücher über Homosexualität beziehen sich in der Regel auf eine Kombination von 4 Verhaltenskomponenten: erotische Phantasien, sexuelle Handlungen mit anderen, wahrgenommene Identität und soziale Rolle. In diesem Buch werden die Begriffe Homosexualität und Heterosexualität nicht explizit definiert. Ihre Bedeutung hängt jeweils von dem Kontext ab, in dem sie benutzt werden. Die Begriffe sexuelle Phantasie und erotische Phantasie sind austauschbar und betreffen die bewußt wahrgenommenen Phantasien, die mit spezifisch sexuellen Gefühlen in Verbindung gebracht werden. Mit sexuellen Gefühlen gehen wiederum physiologische Veränderungen des sexuellen Reaktionszyklus, so wie sie von Masters u. Johnson (1966) beschrieben wurden, und ebenso Veränderungen im Zentralnervensystem einher, die bis heute nur teilweise verstanden werden. Die soziale Rolle eines Individuums als homosexuell bzw. schwul, heterosexuell bzw. normal oder bisexuell ist das Ergebnis seiner bzw. ihrer öffentlichen Erklärung, daß er bzw. sie zu einer dieser Gruppen gehört. Demgegenüber bildet die persönliche Überzeugung der Zugehörigkeit zu einer dieser Gruppen ein inneres Identitätsgefühl.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • Richard C. Friedman
    • 1
  1. 1.New YorkUSA

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