Diskussion

  • Peter Berlit
Part of the Schriftenreihe Neurologie book series (NEUROSER, volume 27)

Zusammenfassung

Im Schrifttum stammt die größte von einer Autorengruppe mitgeteilte Zahl von Rückenmarksstrahlenfolgen aus Frankreich mit 27 Fällen (Combes et al. 1975). Sowohl für die spastisch-dissoziierte Form der Strahlen-myelopathie als auch für die lumbosakralen Strahlenfolgen enthält die vorliegende Arbeit die größte Fallzahl, so daß unsere Patienten als repräsentativ für das Krankheitsbild gelten können. Die von Pallis et al. (1961) bzw. von Reagan et al. (1968) formulierten Forderungen für die klinische Diagnose einer Strahlenmyelopathie wurden von unseren Patienten erfüllt: In allen Fällen war das Rückenmark bei der Strahlentherapie eines extraspinalen Tumors in das Strahlenfeld miteinbezogen, die wesentlichen neurologischen Ausfälle ließen sich höhenlokalisatorisch auf den mitbestrahlten Rückenmarksanteil beziehen, und andere spinale Erkrankungen, die die neurologische Symptomatik hätten erklären können, wurden ausgeschlossen. Die wesentlichste Differentialdiagnose, nämlich Absiedlungen des Tumors, wegen dem die Strahlentherapie durchgeführt wurde, scheiden aufgrund der durchgeführten neuroradiologischen Diagnostik aus. Eine paraneoplastische Myelopathie, die vor allem bei Malignomen des Magen-Darm-Trakts und der Lunge beschrieben wird, galt es bei den beiden Patienten mit Ösophaguskarzinom und bei dem einen Kranken mit Bronchialkarzinom auszuschließen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • Peter Berlit
    • 1
  1. 1.Neurologischen Klinik im Klinikum MannheimUniversität HeidelbergMannheim 1Deutschland

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