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Die aus Potentialverfahren Gewinnbare Information

  • Rolf Gutdeutsch
Chapter
Part of the Hochschultext book series (HST)

Zusammenfassung

In diesem Kapitel soll die Aufgabe des Geophysikers, aus einer gemessenen Feldverteilung auf die Störungsursache zu schließen, unter dem Gesichtspunkt der Gewinnung und Deutung von Informationen betrachtet werden. Meßwerte, beispielsweise die Schwere, mögen auf einem mehr oder weniger dichten räumlichen Netz vorliegen. Diese Meßwerte sind nur Daten. Sie tragen aber die interessierende Information, welche jedoch durch Störeffekte, etwa das Regionalfeid, aber auch Meßfehler verschiedener Art überlagert wird. Hierdurch wird die Deutung erschwert. Der Auswerter findet sich in ähnlicher Lage wie der Seismologe, der die durch starkes Rauschen gestörten Signale eines Seismogrammes herausfinden will. Er sucht durch geeignete Methoden der Filterung, das Verhältnis der Nutz- zur Störamplitude zu vergößern. Die hierbei nützlichen Methoden sind heute sehr weit entwickelt. Obwohl sie nicht Gegenstand dieser Vorlesung sind, wird es sich doch als nützlich erweisen, gewisse Analogien nachzuvol1ziehen. Ebenso, wie der Seismologe aus einem stark gestörten Seismogramm durch geeignete Filterung das gewünschte Signal herausfindet, kann auch der Auswerter einer Schwereanomalie durch analoge Verfahren die gewünschte Information hervorheben, nur liegt bei ihm meistens keine eindimensionale, sondern allgemein eine zweidimensionale Datenverteilung vor. Die Rückgewinnung des Modelles aus der Information, die “Inversion”, ist bei Potentialfeldern allgemein nicht möglich, jedoch gibt es gewisse Ausnahmen dann, wenn das gesuchte Modell selbst eindimensional ist.

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Literatur

  1. 1.
    Dieses Kapitel ist unter Mitwirkung von S. Sirri SEREN entstanden und verwendet Teile seiner Dissertation: “Geophysikalische Untersuchung des Kraubather Serpentins”, Wien 1980.Google Scholar
  2. 2.
    Dieses Kapitel ist unter Mitwirkung von W. SEIBERL entstanden und verwendet Ergebnisse seiner Habilitation: “Die Transformation des Schwere- und Magnetfeldes im Bereich der Ostalpen”, Wien 1979.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • Rolf Gutdeutsch
    • 1
  1. 1.Institut für Meteorologie und GeophysikUniversität WienWienÖsterreich

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