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Datenschutz und Onkologie

  • G. Wagner
Conference paper
Part of the Medizinische Informatik und Statistik book series (MEDINFO, volume 38)

Zusammenfassung

Die Diskussion über die Durchführung des Datenschutzes ist heutzutage in der Bundesrepublik Deutschland vielfach — und gerade auch im Bereich der medizinischen Forschung — von Unsicherheit und sich verstärkender Kritik geprägt. Diese Atmosphäre der Unsicherheit betrifft die Behörden und Institutionen, die über Daten verfügen, die für den Datenschutz zuständigen Instanzen, die bewährte Prinzipien der Praktizierung der Gesetze teilweise erst noch entwickeln müssen und die Wissenschaftler, die auf bisher nicht gewohnte Schwierigkeiten und Behinderungen ihrer Forschungsarbeit stoßen. Es wäre sicherlich allzu optimistisch gesehen und daher wohl nicht angebracht, zu glauben, daß es sich bei diesen Schwie-rigkeiten um reine Übergangsprobleme bei der Einführung eines neuen Gesetzes handelt, die sich mit der Zeit und bei einigem guten Willen von selbst erledigen. Vielmehr geht es dabei um zwei verschiedene, gleichermaßen legitime Anliegen, die bisher offenbar nicht sehr gut aufeinander abgestimmt sind. Auf der einen Seite steht der durch die Datenschutzgesetze intendierte Schutz der Einzelperson und ihrer Rechte auf Einwilligung zur Speicherung, Verarbeitung und Übermittlung personenbezogener Daten; auf der anderen Seite steht der Anspruch der Wissenschaft auf Freiheit der Forschung, die gerade in bestimmten Bereichen auf den Zugang zu personenbezogenen Daten angewiesen ist.

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Schrifttum

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • G. Wagner

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