Bautechnik pp 338-349 | Cite as

Gerätekosten

  • P. Kiehl
Part of the HÜTTE Taschenbücher der Technik book series (HÜTTET, volume 3)

Zusammenfassung

In HÜTTE Bautechnik, Bd. I [H 30] sind u. a. die Kalkulation und verschiedene Kalkulationsverfahren bereits behandelt worden. Die Gerätekosten sind ein Bestandteil dieser Kalkulation; ihnen kommt bei der wachsenden Maschinisierung unserer Baustellen eine immer größere Bedeutung zu. Es ist nicht mehr möglich, z. B. beim großen Erdbau, die gesamten Gerätekosten in die Gemeinkosten der Baustelle einzubeziehen, denn das würde zu einem falschen Preisbild führen. Vielmehr sollte der Grundsatz der verursachungs gerechten Kalkulation im Vordergrund stehen, d. h. Gerätekosten sind in die Einheitspreise der Positionen einzubeziehen, in denen sie auch tatsächlich anfallen. Nur in Ausnahmefällen sind einzelne Geräte (z. B. Kehrmaschine, Grader für Fahrwegunterhaltung) in den Gemeinkosten zu veranschlagen. Das gilt auch für Geräte, die nicht eindeutig einer oder mehreren Positionen prozentual zugeordnet werden können. Dadurch wird (z. B. beim Umlageverfahren) der umzulegende Block der Gemeinkosten erheblich reduziert [H 33, Abs. 2.3.4.3.3-2] und ein klareres Preisbild geschaffen. Ausgenommen von dem Gesagten sind die Kosten für die Baustelleneinrichtung. Diese werden u. U. vom Ausschreibenden, dem späteren Auftraggeber, als eigene Position ins Leistungsverzeichnis (LV) aufgenommen und als solche vom Unternehmer auch kalkuliert; in diesem Falle erhält der Unternehmer — sofern, wie üblicherweise, Abschlagszahlungen vereinbart wurden — einen Teil der Kosten der Baustelleneinrichtungen nach deren Errichtung bereits erstattet. Im anderen Fall — die Baustelleneinrichtung ist im LV nicht erwähnt — ist diese als nach VOB Teil C, Abschnitt 4 zu erbringende Nebenleistung anzusehen; sie wird dann in die Gemeinkosten der Baustelle einbezogen.

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Literatur zu 4. Gerätekosten

Bücher

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Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 1977

Authors and Affiliations

  • P. Kiehl

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