Gefahren der positiven Kontrastmittel

  • Stefan Kunze
Part of the Schriftenreihe Neurologie / Neurology Series book series (NEUROSER, volume 13)

Zusammenfassung

Die zunächst zur Darstellung der Liquorräume verwendeten jodierten öle (Lipiodol und Jodipin) sind heute weitgehend von den Jodesterpräparaten verdrängt worden. Es soll deshalb nur kurz auf sie eingegangen werden. Lipiodol ist jodiertes Mohnöl mit einem Jodgehalt von 4o%. Jodipin enthält als Trägersubstanz Sesamöl. Die Bindung des Jods an die verwendeten öle ist nicht beständig. So enthält schon die frische Substanz beim Neo- Jodipin o, 736 mg Jod je Gramm, bei einer Lagerung über 27 Monate sogar 27, 27 mg (159). Außerdem findet nach der Injektion eine Verseifung der im Kontrastmittel enthaltenen freien Fettsäuren (nach SÄKER, 1947, beim 4o%igen Jodipin 2, 3-2, 5% !) durch die Calciumionen des Liquors statt. Von vielen Autoren werden die nach Verwendung jodierter öle beobachteten Nebenwirkungen auf diese Reaktionen zurückgeführt. Auch die anfängliche Überschätzung der Möglichkeit einer Resorption findet so ihre Erklärung. Zwar erfahren die Kontrastmitteldepots im Laufe der Zeit eine Abnahme der röntgenologischen Schattendichte, die eine Resorption vortäuscht. In Wirklichkeit ist aber nur das Jod abgespalten worden, während die Trägersubstanz unter Verseifung der Fettsäuren im intrathecalen Raum verbleibt (141).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1974

Authors and Affiliations

  • Stefan Kunze
    • 1
  1. 1.Neurochirurgischen Universitätsklinik ErlangenDeutschland

Personalised recommendations