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Einleitung

  • H. Lange-Cosack
  • G. Tepfer
Part of the Schriftenreihe Neurologie — Neurology Series book series (NEUROSER, volume 12)

Zusammenfassung

Hirnverletzungen nehmen unter den traumatischen Körperschäden dadurch eine Sonderstellung ein, daß sie nicht nur zu körperlichen, sondern auch zu vorübergehenden oder bleibenden psychischen Störungen führen. Bei Erwachsenen sind uns die Folgezustände durch Erfahrungen mit Kriegsverletzungen, mit Arbeits- und Verkehrsunfällen recht gut bekannt. Ihre Beurteilung wird durch den Vergleich mit relativ konstanten prätraumatischen Persönlichkeitszügen erleichtert; ferner können Bildungsniveau, Beruf und soziale Integration wichtige Hinweise auf den Zustand vor dem Unfall geben. Die Prognose von Hirntraumen im Kindesalter ist viel schwieriger zu beurteilen und ist sehr umstritten. Über die prätraumatischen Persönlichkeitsmerkmale und die Entwicklungspotenzen kann um so weniger ausgesagt werden, je jünger das Kind ist, wenn es die Verletzung erleidet. Bei der Beurteilung des posttraumatischen Verlaufes, besonders wenn sich dieser über Jahre hinzieht, muß außerdem die Interferenz zwischen psychischer Restitution und entwicklungspsychologischer Eigengesetzlichkeit in Rechnung gestellt werden. Es kommt noch hinzu, daß die Informationen über das akute Verletzungsstadium gerade bei Kindern oft unzureichend sind, da sie selbst keine Auskunft zu geben vermögen. Für die Beurteilung der Spätfolgen ist aber die Kenntnis des akuten Symptomenbildes eine wichtige Voraussetzung.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1973

Authors and Affiliations

  • H. Lange-Cosack
    • 1
  • G. Tepfer
    • 2
  1. 1.Neurologisch-Psychiatrischen AbteilungStädtischen Krankenhauses NeuköllnBerlinDeutschland
  2. 2.Städtischen Krankenhaus NeuköllnBerlinDeutschland

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