Advertisement

Die Geschichte der modernen Hochdrucktherapie — Konzeption — Möglichkeiten — Abgrenzung des Themas

  • Otto Heinrich Arnold
Part of the Experimentelle Medizin, Pathologie und Klinik book series (EXPERIMENTELLE, volume 30)

Zusammenfassung

Einer intensiven Behandlung der Kranken mit arteriellem Hochdruck durch Senkung des Blutdrucks steht ein mehr als 100 Jahre alter Irrtum entgegen. Die Blutdrucksteigerung wurde, zurückreichend in die Zeit von Traube (1856), Bier (1900), später von Krehl (1932) und vielen anderen Autoren, vor kurzem noch, z. B. von Pierach (1963), als kompensatorischer, erwünschter Vorgang angesehen, der eine Durchblutung der Organe auch noch bei eingeengter arterieller Strombahn gewährleiste. Der so viel Verwirrung anrichtende Begriff des „Erfordernishochdrucks“ geht auf Pal (1909) zurück. Demgegenüber hat schon Volhard (1931) allein aus der ärztlichen Erfahrung eine Senkung des Blutdrucks gefordert. Inzwischen ist einwandfrei erwiesen, daß eine nicht zu plötzliche Blutdrucksenkung zu keiner Verminderung der Gewebsdurchblutung führt, es sei denn, die zuführende Arterie ist hochgradig stenosiert, ohne daß sich ein ausreichender Kollateralkreislauf bilden konnte, wie dies z. B. an der Carotis interna und anderen großen Hirngefäßen vorkommt. Gegen diese immer wieder widerlegten falschen Vorstellungen vieler, besonders deutscher Kliniker setzten sich, auch nachdem wirksame Hypotensiva aufgefunden worden waren, die Bemühungen um eine therapeutische Blutdrucksenkung nur langsam durch.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1970

Authors and Affiliations

  • Otto Heinrich Arnold
    • 1
  1. 1.Klinikum EssenRuhruniversitätDeutschland

Personalised recommendations