Antibioticakonzentrationen in der Wunde und Erregerresistenz

  • F. W. Gierhake

Zusammenfassung

Die postoperative antibiotische Prophylaxe gegen Wundinfektionen gewährleistet, wie im statistischen Teil gezeigt, keineswegs eine primäre Wundheilung, was auch in der Literatur häufig zum Ausdruck gekommen ist [2, 3, 19, 27, 75, 76, 105, 118, 131, 149, 153]. Als Ursache dieses Versagens kommt in erster Linie eine Diskrepanz in Betracht zwischen den in der Wunde erreichbaren Antibioticakonzentrationen und den notwendigen minimalen Hemmkonzentrationen gegen die Erreger. Ein erhebliches Konzentrationsgefälle zwischen Serum und Wundgewebe könnte allein schon dadurch erklärt werden, daß die Wunde zum großen Teil aus wenig durchblutetem Gewebe (subcutanes Fettgewebe, Fascien) besteht, zusätzlich die Durchtrennung von Gefäßen und deren Unterbindungen bzw. Coagulation die Durchblutung weiter vermindert. Eine antibiotische Prophylaxe kann aber nur dann erfolgreich sein, wenn sie auch in den am schlechtesten durchbluteten Teilen der Wunde ausreichende Konzentrationen des Antibioticums zustandekommen läßt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1970

Authors and Affiliations

  • F. W. Gierhake
    • 1
  1. 1.Chirurgischen Klinik der Universität GießenDeutschland

Personalised recommendations