β-Glucuronidase-Aktivität im Serum bei verschiedenen Erkrankungen

  • Rolf E. Dohrmann
Part of the Experimentelle Medizin, Pathologie und Klinik book series (EXPERIMENTELLE, volume 28)

Zusammenfassung

Die bei einigen Erkrankungen nachweisbare Steigerung des β-Glucuronidase-Gehalts einzelner Organgewebe legt die Frage nahe, inwieweit diese enzymatischen Veränderungen auch im peripheren Blut nachweisbar sind. Für die Schwangerschaft sowie die experimentell induzierte Steigerung des Gestagen- oder Oestrogenplasmaspiegels ist die Zunahme der β- Glucuronidase-Aktivität im Blut bewiesen und im Kap. XL eingehend beschrieben. Desgleichen konnte eine erhöhte Serum-β-Glucuronidase auch bei Lebererkrankungen und beim stoffwechseidekompensierten Diabetes mellitus von zahlreichen Autoren nachgewiesen werden, wobei gerade bei den erstgenannten Krankheiten das Verhalten dieses Enzyms ein sehr empfindlicher Test für den Nachweis von Leberparenchymschäden zu sein scheint (s. Kap. IX, X). Nach Nilius [238] sind bei folgenden Leberschäden signifikant erhöhte Serum-β-Glucuronidase-Aktivitäten nachweisbar: akute Hepatitis, chronische Hepatitis, kompensierte Lebercirrhose, Hepatose, biliäre Hepatopathien, Stauungsleber und Metastasenleber. Demgegenüber sind bei der dekompensierten Lebercirrhose und den entzündlichen Gallenwegserkrankungen ohne Cholostase oder Leberzellschädigung keine erhöhten Serum-Enzymaktivitäten feststellbar [64, 68, 237,238].

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • Rolf E. Dohrmann
    • 1
  1. 1.Medizinische Poliklinik der RheinischenFriedrich-Wilhelms-Universität BonnDeutschland

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