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Kapitalbildung und gleichgewichtiges Wachstum

  • Manfred Neumann
Part of the Heidelberger Taschenbücher book series (HTB, volume 40)

Zusammenfassung

Das Wirtschaftswachstum wurde schon von den Klassikern der Nationalökonomie auf die Kapitalbildung zurückgeführt. Während aber frühere Generationen eine nur vage Vorstellung davon besaßen, in welcher Weise und in welchem Ausmaß die Kapitalbildung das Wachstum bestimmt, ist in neuerer Zeit die Rolle der Kapitalbildung sehr viel genauer untersucht worden. Insbesondere hat man versucht, die Kapitalbildung gedanklich vom technischen Fortschritt zu isolieren. Bei dieser differenzierteren Betrachtungsweise stellte sich heraus, daß die Kapitalakkumulation zwar ein wichtiger aber nicht ein hinreichender Faktor für das Wachstum ist, daß andere Faktoren hinzutreten müssen. Veränderungen in der Rate der Kapitalbildung, so weiß man heute, haben in der Regel nur einen temporären Wachstumseffekt zur Folge.

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Literatur

  1. 1.
    So war es von Domar (1953) offenbar gemeint.Google Scholar
  2. 2.
    J. E. Meade (1962). Vorher sdion ähnlich R. M. Solow (1956).Google Scholar
  3. 3.
    Zur Begründung dieser Art der Messung vgl. P. A. Samuelson (1961/62).Google Scholar
  4. 4.
    Da in der Gleichgewichtsdynamik nur die Zusammenhänge zwischen Realgrößen behandelt werden, ist im I. Teil dieses Buches auch dann immer der Bestand an Kapitalgütern gemeint, wenn K gelegentlich vereinfachend als „Kapital” bezeichnet wird.Google Scholar
  5. 5.
    Die Produktion neuer Güter, die lediglich im gleichen Umfang, d. h. ohne den gesellschaftlichen Gesamtnutzen zu verändern, an die Stelle alter Güter treten, kann man dagegen nicht den Fortschritt bezeichnen, obschon eine Innovation im Sinne Schumpeters durchaus vorliegen kann.Google Scholar
  6. 6.
    Vielfach wird der Terminus induzierter Fortschritt auch verwendet, wenn sich für die Richtung des Fortschrittes Gründe angeben lassen. Diesen Fall könnte man als richtungs-induzierten Fortschritt bezeichnen.Google Scholar
  7. 7.
    Die Bezeichnungen „arbeitssparend” und „kapitalsparend” werden deswegen verwendet, weil durch einen arbeitssparenden Fortschritt bei einem konstanten Lohn-Zins-Verhältnis eine relative Verminderung des Arbeitseinsatzes eintritt. Ein kapitalsparender Fortschritt führt dagegen bei einem konstanten Lohn-Zins-Verhältnis zu einer relativen Verminderung des Kapitaleinsatzes.Google Scholar
  8. 8.
    Die englischen Bezeichnungen lauten „labor augmenting” bzw. „capital augmenting”.Google Scholar
  9. 9.
    Da der Harrod-nicht-neutrale Fortschritt in der weiteren Argumentation keine Rolle spielt, können wir seine Definition übergehen. Der interessierte Leser sei auf die schon zitierte Arbeit von F. H. Hahn und R. C. O. Matthews verwiesen.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Formel (2) in Abschnitt ILGoogle Scholar
  11. 12.
    Wenn wir hier im Rahmen der Gleichgewichtsdynamik von der tatsächlichen Wachstumsrate sprechen, dann ist damit natürlich, das sei zur Vermeidung von Mißverständnissen hervorgehoben, immer schon eine gleichgewichtige Wachstumsrate im Sinne der post-keynesianischen Wachstumstheo-rie gemeint, in der Terminologie Harrods also die befriedigende Wachstumsrate, nicht seine tatsächliche Wachstumsrate.Google Scholar
  12. 13.
    Dieser Prozeß wird mathematisch durch eine Differentialgleichung beschrieben. Vgl. dazu J. E. Meade, a.a.O., S. 108 ff. Die Dauer des Anpassungsprozesses hängt weitgehend davon ab, mit welchem Tempo Kapitalgüter obsolet werden und ausscheiden müssen. Vgl. dazu K. Sato (1966), der die sehr pessimistische Einschätzung der Länge des Anpassungsprozesses durch R. Sato (1963) korrigiert.Google Scholar
  13. 14.
    Vgl. dazu E. S. Phelps (1962) und D. Hamberg (1963), für den Fall σ=l und allgemein D. Levhari u. E. Sheshinski (1967).Google Scholar
  14. 15.
    Das folgende Argument verdanke ich einer Anregung meines Kollegen Dr. H. Walter.Google Scholar
  15. 16.
    Vorausgesetzt wird dabei weitgehende Teilbarkeit der Kapitalgüter. Weiter darf die Realisierbarkeit des technischen Fortschrittes nicht von einer bestimmten Größe des einzelnen Kapitalgutes abhängig sein.Google Scholar
  16. 19.
    Beweise für die Stabilität wurden von E. M. Drandakis und E. S. Phelps (1964) und von P. A. Samuelson (1966) geliefert.Google Scholar
  17. 20.
    Werte der Substitutionselastizität, die kleiner als 1 sind, scheinen für die moderne Wirtschaft typisch zu sein. Vgl. dazu P. A. David u. Th. van de Klundert, a.a.O. für die USA und H. Hesse u. B. Gahlen (1967) für Deutschland.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1968

Authors and Affiliations

  • Manfred Neumann

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