Zur Methodik und Anwendung des Sulfid-Silber-Verfahrens in der Hämatologie des Kindesalters

Conference paper
Part of the Neuntes Freiburger Symposion an der Medizinischen Universitätsklinik book series (FREIBURGER, volume 9)

Zusammenfassung

Die von TIMM eingeführte Sulfid-Silber-Methode zum lichtmikroskopischen Schwermetallnachweis ist wesentlich empfindlicher als die bisher bekannten zyto- und histochemischen Nachweisverfahren (6, 7, 8, 9, 10 u. a.). Die Metalle werden bei dieser Methode durch Fixieren des Gewebes in Schwefelwasserstoffalkohol als Metallsulfide ausgefällt. An diese lagert sich bei der physikalischen Entwicklung Silber an, so daß sie zu im Hellfeld sichtbaren schwarzen Granula vergrös- sert werden. Die Anwendung der Originalvorschrift führt bei Blut- und Knochenmarksausstrichen zu negativen Ergebnissen (5). Wenn man den Schwefelwasserstoff direkt in die Zellsuspension einleitet, lassen sich auch in Blutzellen die Metalle als Sulfide ausfällen und mit dieser Methode nachweisen (3, 4, 5). Die Metalle, speziell das Eisen, kommen als schwarze Granula (argyrogranuläre Zellen) oder feine bräunliche Niederschläge (Argyrochromasie) in den Blutzellen zur Darstellung.

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Copyright information

© Springer-Verlag oHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1963

Authors and Affiliations

  • R. Neth
    • 1
  1. 1.HamburgDeutschland

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