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Der Blutfarbstoffumsatz bei hämolytischen Erkrankungen

  • W. Stich
Conference paper
Part of the Freiburger Symposion an der Medizinischen Universitäts-Klinik book series (FREIBURGER, volume 7)

Zusammenfassung

Die Erythrocyten enthalten als wesentlichen stofflichen und funktionellen Bestandteil den roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Der Hämoglobinstoffwechsel ist deshalb eng mit dem Erythrocytenumsatz verknüpft. Dies gilt insbesondere für die Hämolyse und den Blutfarbstoffabbau, deren Korrelation dem Kliniker am Krankenbett schon frühzeitig aufgefallen ist. Die Syndrome der akuten Hämolyse mit Hämoglobinämie und Hämoglobinurie, des hämolytischen Ikterus, der hämolytischen Anämie und der hämolytischen Krankheit entstammen diesen klinischen Beobachtungen beim Patienten. Die damit in Zusammenhang stehende und um die Jahrhundertwende erfolgte Auffindung des chemischen Zusammenhanges zwischen Blutfarbstoff und Gallenfarbstoff war der Ausgangspunkt für die spätere vollendete Entwicklung der Hämoglobin- und Pyrrolchemie durch Hans Fischer und seine Schule (15, 16, 45, 60). Die ersten exakten und quantitativen Untersuchungen über die Beziehungen zwischen hämolytischen Erkrankungen und Blutfarbstoffabbauprodukten wurden dann in den dreißiger Jahren von L. Heilmeyer im Rahmen seiner grundlegenden Einführung der stufenphotometrischen Analyse (21) in die Klinik durchgeführt. In den letzten 15 Jahren ermöglichten dann neue Methoden eine weitgehende Aufklärung des Hämoglobinstoffwechsels, insbesondere der Biosynthese des Hämoglobins (38, 42, 51), so daß wir uns heute über den Blutfarbstoffumsatz bei physiologischer und pathologischer Hämolyse ein ziemlich genaues Bild machen können.

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Literatur

  1. Cohen, J. A., and M. G. P. J. Warrtnga: Journal of Clinical Investigation 33, 459 (1954).PubMedCrossRefGoogle Scholar
  2. Donohue, D. M., a. o.: British Journal of Haematology 1, 249 (1955).PubMedCrossRefGoogle Scholar
  3. Mollison, P. L.: Blood transfusion in Clinical Medicine (2nd ed) Springfield: Thomas 1956.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag OHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1961

Authors and Affiliations

  • W. Stich
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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