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Die Therapie hämolytischer Erkrankungen

  • H. H. Hennemann
Conference paper
Part of the Freiburger Symposion an der Medizinischen Universitäts-Klinik book series (FREIBURGER, volume 7)

Zusammenfassung

Bei der Besprechung der therapeutischen Möglichkeiten im Bereich hämolytischer Krankheitsbilder empfiehlt es sich, gleichsam als Gliederung das pathophysiologische Einteilungsprinzip zu benutzen, das auf den Studien über die Lebensdauer der Erythrocyten bei derartigen Patienten beruht. Danach unterscheiden wir bekanntlich zwei grundsätzlich voneinander abgrenzbare hämolytische Vorgänge. Bei der einen Gruppe hat der Erythrocyt auch im gesunden Empfängerorganismus eine verkürzte Lebensdauer, so daß der Defekt in der Zelle selbst, also corpuscular zu suchen ist. Bei der anderen Gruppe ist dagegen die Lebensdauer des Patientenerythrocyten im Spenderorganismus nicht verkürzt, wohl aber die Lebensdauer des Spendererythrocyten im Patientenorganismus. Hier ist also die Schädlichkeit extracorpusculär beim Patienten zu suchen. Diese Trennung in corpuscular und extracorpusculär bedingte hämolytische Vorgänge, von Young 1947 erstmalig vorgeschlagen, erleichtert nicht nur unsere pathophysiologischen Vorstellungen über die Entstehungsmöglichkeiten hämolytischer Krankheiten, sondern dient auch zur Orientierung beim therapeutischen Vorgehen.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1961

Authors and Affiliations

  • H. H. Hennemann
    • 1
  1. 1.KölnDeutschland

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