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Zusammenfassung

Im Wesen der Speicherung liegt es, daß Stoffe, die im Überschuß gebildet werden, als Vorrats- bzw. Reservesubstanzen zur Ablagerung gelangen, um bei Bedarf wieder mobilisiert zu werden. Solche Prozesse können sich im täglichen Rhythmus schon in jeder assimilierenden Einzelzelle abspielen. Im allgemeinen aber verstehen wir unter Speicherung im engeren Sinne die Anreicherung von Stoffen in wenig reaktionsfähiger Form an meist sekundärer Lagerstätte, wo sie eine längere Zeit verharren und erst nach dieser Ruheperiode wieder in den Stoffwechsel einbezogen werden. Die Tatsache, daß diese Mobilisierung in engstem Zusammenhang mit der Reproduktion bzw. Weiterentwicklung der betreffenden Organismen oder Teilen von ihnen steht, wurde einleitend im vorhergehenden Beitrag1 schon erwähnt, bedarf hier aber noch einer näheren Erläuterung.

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Copyright information

© Springer-Verlag oHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1958

Authors and Affiliations

  • H. Weber

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