Advertisement

Zusammenfassung

Obwohl sehr viele und schon weit zurückgreifende Untersuchungen über das Vorkommen der Heteroside in den einzelnen Pflanzenarten sowie in ihren einzelnen Teilen vorliegen, finden sich in ihnen nie genauere Nachforschungen über den Vorgang der Speicherung und die physiologische Rolle dieser Verbindungen. Die darüber geäußerten Vermutungen sind experimentell meist gar nicht oder nur lückenhaft begründet. So bringen dann die geschätzten Hand- und Lehrbücher von Czapek, Pfeffer und Kostytschew nur Meinungen, die mehr teleologisch ausgerichtet als kausalanalytisch begründet sind, wie auch schon Paech [1] hervorhebt. Der Grund für die Vernachlässigung dieses physiologisch an sich recht interessanten und für die Drogenkunde auch wichtigen Kapitels der Pflanzenphysiologie ist der Mangel an einwandfreien und genügend einfachen Methoden zur quantitativen Bestimmung der Heteroside oder ihrer Spaltprodukte. Die methodischen Schwierigkeiten erhöhen sich durch die Notwendigkeit, sie in den stofflich sehr komplexen Pflanzenextrakten analysieren oder sie aus ihnen heraustrennen zu müssen. Vielfach enthalten außerdem die für den Versuch auszuwählenden physiologisch wichtigen Pflanzenteile nur sehr geringe Mengen der betreffenden Heteroside.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Ahlgrimm, E.-D.: Über den Gesamtflavonol- sowie den Rutingehalt verschieden alter Blätter bei Fagopyrumarten. Naturwiss. 42, 465–466 (1955).CrossRefGoogle Scholar
  2. Czapek, F.: Biochemie der Pflanzen, 2. Aufl., S. 280. Jena: Gustav Fischer 1913.Google Scholar
  3. Danner, H.: Zur Physiologie des Arbutins. Bot. Arch. 41, 168–202 (1940).Google Scholar
  4. Drathschmidt, K., u. L. Zechner: Vorkommen und Verteilung des Arbutins in der Preißelbeerpflanze. (Vaccinium vitis idaea L.) Arch. Pharmaz. 276, 492–505 (1938).CrossRefGoogle Scholar
  5. Esdorn, J., u. G. Nöll: Untersuchungen über tagesperiodische Schwankungen im Gehalt an Flavonolen bei Fagopyrum-Arten. Planta (Berl.) 45, 376–378 (1955).CrossRefGoogle Scholar
  6. Hieke, K.: Der Anthrachinonstoffwechsel in Polygonaceen. Bot. Archiv 41, 113–158 (1940).Google Scholar
  7. Kerstan, G.: [1] Eine Methode zur Bestimmung des Glukosidzuckers und der übrigen Kohlenhydrate in Pflanzen, besonders in Aesculus und Salix. Planta (Berl.) 21,657–676 (1934).CrossRefGoogle Scholar
  8. — [2] Zur physiologischen Bedeutung der Glukoside in Aesculus und Salix im Rahmen der übrigen Kohlenhydrate. Planta (Berl.) 21, 677–698 (1934).Google Scholar
  9. Klein, G., U. H. Linser: [1] Fluorometrische Bestimmung von Glykosiden: Äsculin. Biochem. Z. 219, 51–71 (1930).Google Scholar
  10. — [2] Verteilung und Wandel des Äsculins in Aesculus hippocastanum L. Planta (Berl.) 15, 767–816 (1932).Google Scholar
  11. — [3] Das Verhalten des Äsculins beim Austreiben der Knospen von Aesculus hippocastanum. Planta (Berl.) 17, 641–643 (1932).Google Scholar
  12. Kostytschew, S.: Lehrbuch der Pflanzenphysiologie, Bd. I, S. 307ff u. S. 426ff. Berlin: Springer 1926.CrossRefGoogle Scholar
  13. Krebs, K., U. A. Wankmüller: Zur Papierchromatographie und -elektrophorese von Äsculin, Fraxin und Scopolin und deren Aglukonen. Naturwiss. 40, 623–624 (1953).CrossRefGoogle Scholar
  14. Paech, K.: [1] Biochemie und Physiologie der sekundären Pflanzenstoffe. In Lehrbuch der Pflanzenphysiologie, Bd. 1, Teil 2, Kap. II D, VI. Berlin: Springer 1950.Google Scholar
  15. — [2] Stoffwechsel organischer Verbindungen. II. Fortschr. Bot. 13, 273–274 (1951).Google Scholar
  16. — [3] Über gewisse, noch nicht identifizierbare Inhaltsstoffe höherer Pflanzen. Planta (Berl.) 42, 56–63 (1953).Google Scholar
  17. Pfeffer, W.: Pflanzenphysiologie, 2. Aufl., Bd. I, S.492. Leipzig: Wilhelm Engelmann 1897.Google Scholar
  18. Rosenthaler, L.: Zur Prüfung der Treubschen Hypothese. I. u. II. Biochem. Z. 134, 215–224 (1923); 190, 168–180 (1927).Google Scholar
  19. Stekelenburg, N. J.: Zur physiologischen Bedeutung der Blausäureglukoside im Pflanzenstoffwechsel. Rec. Trav. bot. néerl. 28, 297–399 (1931).Google Scholar
  20. Verschaffelt, E.: Over het blauwzuur in de uitloopende Knoppen bij Prunus. Versl. Kon. Akad. Wetensch. Wis-en Natuurk. Afd. 11, 68–79 (1902).Google Scholar
  21. Weevers, Th.: [1] Die physiologische Bedeutung einiger Glykoside. Jb. Bot. 39, 229–272 (1904).Google Scholar
  22. — [2] Rec. Trav. bot. néerl. 7, 1–62 (1910).Google Scholar
  23. — [3] Researches on Glucosides. The Physiological Function of Salicin. Rec. Trav. bot. néerl. 41, 101–117 (1948).Google Scholar
  24. Wehmer, C.: Die Pflanzenstoffe, Bd. II, S. 726. Jena: Gustav Fischer 1929–1931.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag oHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1958

Authors and Affiliations

  • G. Kerstan

There are no affiliations available

Personalised recommendations