Die Bedeutung der Vektorkardiographie für die Erkennung der Herzhypertrophie

  • R. Bilger
Conference paper
Part of the Freiburger Symposion an der Medizinischen Universitäts-Klinik book series (FREIBURGER, volume 5)

Zusammenfassung

Nachdem die vektorielle Interpretation des elektrischen Feldes allgemein Anerkennung gefunden hat, ist auch das Interesse an der Methode der direkten Vektorregistrierung, der Vektorkardiographie, gestiegen. Die Vektorkardiographie geht von der Vorstellung aus, daß die elektromotorischen Kräfte, welche in einem bestimmten Augenblick in den verschiedenen Herzteilen entstehen, sich zu einem einzigen gemeinsamen räumlichen elektrischen Feld addieren, das mit dem elektrischen Feld eines Dipols verglichen werden kann. Da das elektrische Feld eines Dipols durch seine Richtung im Raume und die Größe der Spannung zwischen den beiden Polen somit durch eine gerichtete Größe gekennzeichnet werden kann, spricht man in der Elektro- und Vektorkardiographie in Analogie zum physikalischen Begriff des Vektors von einem Herzvektor. Das Symbol eines Vektors stellt ein Pfeil dar, dessen Richtung mit der räumlichen Richtung der beiden Pole des Dipols identisch ist und dessen Länge der Spannung zwischen den beiden Polen entspricht. Den Vektor des elektrischen Feldes des Herzens erhält man, indem man symmetrisch zum Herzen 3 Ableitungen anlegt, welche in den 3 räumlichen Richtungen liegen. Mit der horizontalen Ableitung wird die X-Komponente des Vektors, mit der vertikalen Ableitung die Y-Komponente und mit der sagittalen Ableitung die Z-Komponente des räumlichen Vektors erfaßt. Zur Vektorregistrierung wird eine Kathodenstrahlröhre verwendet, welche 2 senkrechte gegeneinander versetzte Ablenkplattenpaare enthält.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1957

Authors and Affiliations

  • R. Bilger
    • 1
  1. 1.Freiburg i. Br.Deutschland

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