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Allgemeine Vorbemerkungen

  • Martin Kirschner
Chapter
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Part of the Allgemeine und Spezielle Chirurgische Operationslehre book series (OPERATIONSLEHRE, volume 7 / 2)

Zusammenfassung

Das Krankheitsbild des Zwerchfellbruches wurde erstmals im Jahre 1579 von Ambroise Paré beschrieben. Es handelte sich um einen französischen Offizier, der nach einer Schußverletzung unter unklaren Symptomen starb. Bei der Sektion fand sich ein Riß im linken Zwerchfell, durch den ein großer Teil des Dickdarmes in die linke Brusthöhle prolabiert war. Wenn auch in den folgenden Jahrhunderten gelegentlich über das Vorkommen vor allem traumatischer Zwerchfellbrüche berichtet wurde (Hildanus 1608, Stehelinus 1724, Morgagni 1761, Cooper 1798, Dreifuss 1829, Lacher 1888, Griffin 1912), so gewann das Krankheitsbild des Zwerchfellbruches erst praktische Bedeutung, als die Röntgendiagnostik die Erkennung der Zwerchfellbrüche sicherer gestaltete und die operative Technik ausgebaut wurde. Die traumatischen Zwerchfellbrüche haben im Zeitalter des Verkehrs und der Technik und vor allem in Kriegszeiten erheblich zugenommen. Sie werden ebenso wie die nicht traumatischen Zwerchfellbrüche auch heute noch häufig zunächst nicht erkannt. Wegen der anatomisch bedingten Variabilität der Erscheinungen, der diagnostischen Schwierigkeiten und der verschiedenen Möglichkeiten operativen Eingriffes bieten die Zwerchfellbrüche zahlreiche Probleme.

Copyright information

© Springer-Verlag oHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1957

Authors and Affiliations

  • Martin Kirschner
    • 1
  1. 1.Chirurgischen KlinikUniversität HeidelbergDeutschland

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