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Gewässerkunde pp 124-149 | Cite as

Grundwasser, Quellen und Boden

  • Walter Wundt

Zusammenfassung

Die Bildung des unterirdischen Wassers wurde schon beim Wasserkreislauf (s. Seite 3) kurz gestreift. Auf eine genauere Definition von „Grundwasser“ wird mit Absicht hier verzichtet; sie wird sich aus dem Bedürfnis der Abgrenzung gegen Nebenerscheinungen ergeben. Als „Quelle“ bezeichnen wir eine Austrittstelle des Grundwassers („Brunnen“ s. Tab. 8a). Damit ist schon das Wesentliche über die Entstehung des Grundwassers angedeutet: es bildet sich aus dem Niederschlag, zum kleineren Teil durch Einsickerung von Flüssen, also mittelbar ebenfalls aus dem Niederschlag. Diese Auffassung gründet sich vor allem auf den unmittelbaren Vergleich der Ganglinien des Niederschlags und des Grundwassers; Koehne hat dafür eine Reihe von Beispielen gegeben. Trägt man nämlich die Grundwasserstände G als Abszissen, die Niederschläge N als zugehörige Ordinaten auf, so zeigt sich der — an und für sich sehr wahrscheinliche — Zusammenhang, daß G mit N wächst. Allerdings ist die Zunahme nicht regelmäßig: hohe Niederschläge bewirken im Winter starke, im Sommer nur schwache Anstiege des Grundwassers; aber dies ist ohne weiteres- dadurch zu erklären, daß die Verdunstung im Sommer viel stärker an den Niederschlägen zehrt als im Winter. Ferner zeigt sich im Anstieg des Grundwassers G eine erhebliche Verspätung gegenüber dem Niederschlag N, so daß die Korrelation (mathematisch definierter Zusammenhang zwischen Wertegruppen, s. S. 196) zwischen G und N besser wird, wenn man z. B. die Grundwasserhöhen eines Monats zu den Regenhöhen des vorausgehenden Monats in Beziehung setzt.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG., Berlin/Göttingen/Heidelberg 1953

Authors and Affiliations

  • Walter Wundt
    • 1
  1. 1.Universität Freiburg i. Br.HalleDeutschland

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