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Temperguß

  • Erdmann Kothny
Chapter
Part of the Werkstattbücher book series (WERKSTATTBÜCHER, volume 24)

Zusammenfassung

Temperguß (GT1) ist in Formen vergossenes weiß erstarrendes Gußeisen mit 2 ··· 3,5% C. Dieser Temperrohguß genannte Guß ist mit Ausnahme des Rohgusses für den Bohrguß graphitfrei, er ist in allen Fällen nicht schmiedbar und kaum bearbeitbar. Er wird entweder durch langandauerndes entkohlendes Glühen, (Glühfrischen) d.i. Glühen in einer oxydierend wirkenden, eisenoxydhaltigen Packung oder in einer oxydierend wirkenden Atmosphäre durch gänzliche oder teilweise Entkohlung in weißen Temperguß (GTW), Abb. 18a, oder durch langandauerndes nicht entkohlendes Glühen, d. i. Glühen in neutraler Packung (Sand- oder Schlackenpackung) oder in neutraler Atmosphäre durch den Zerfall des Eisenkarbides in Eisen und Temperkohle in den schwarzen Temperguß
Abb. 18.

Bruchaussehen von Temperguß.

(GTS) oder Schwarzguß, Abb. 18b, übergeführt. Die Bezeichnung schwarz und weiß bezieht sich auf das Bruchaussehen des Gusses. Das Glühen wird mitunter so ausgeführt, daß der Schwarzguß am Rande entkohlt und damit dort weiß wird. Diese Übergangsart vom weißen zum schwarzen Temperguß wird Schwarzkernguß, Abb. 18c, genannt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin/Göttingen/Heidelberg 1953

Authors and Affiliations

  • Erdmann Kothny
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

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