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Das Anwachsen der Ummagnetisierungskeime bei großen Barkhausen-Sprüngen

  • W. Döring

Zusammenfassung

Für ein vollständiges theoretisches Verständnis vieler Einzelheiten der Versuche von Sixtus und Tonks 1 ist es notwendig, sich eine genauere Vorstellung von der Beschaffenheit der Wand zwischen den entgegengesetzt magnetisierten Bezirken zu bilden. Diese Wand stellt nicht etwa eine mathematisch scharfe Grenze dar, an der die Richtung der spontanen Magnetisierung plötzlich von der einen Vorzugsrichtung in die entgegengesetzte übergeht, sondern ist eine Übergangsschicht von durchaus endlicher Dicke, in der viele Zwischenrichtungen der Magnetisierung vorkommen. Zwei Größen, die für die Eigenschaften der Übergangszone charakteristisch sind, werden im folgenden vor allem von Interesse sein, nämlich die Dicke δ der Übergangsschicht und der Energieinhalt γ von 1 cm2 der Wand. Eine theoretische Berechnung dieser Größen ist erstmalig von F. Bloch 19322 gegeben worden. Seine Überlegung sei in etwas abgeänderter und vereinfachter Form hier wiedergegeben. Eine Möglichkeit, seine Ergebnisse experimentell zu prüfen, fehlte bisher. Durch die theoretische Deutung der Versuche von Sixtus3 über das Anwachsen der Ummagnetisierungskeime bei den großen Barkhausen-Sprüngen wurde jedoch neuerdings ein Weg zu einer experimentellen Bestimmung der Wandenergie δ eröffnet4. Es sollen deshalb in diesem Abschnitt hauptsächlich diese Versuche theoretisch erläutert werden unter besonderer Herausstellung derjenigen Experimente, aus denen man δ entnehmen kann.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1938

Authors and Affiliations

  • W. Döring
    • 1
  1. 1.GöttingenDeutschland

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