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Zusammenfassung

Es ist eine unbestreitbare Tatsache, daß der Apothekerstand eine verhältnismäßig große Zahl von Leuten mit künstlerischen Neigungen aufzuweisen hat. In dem geselligen Leben der Klein- und Mittelstädte bildet der Apotheker häufig genug eine Art von ästhetischem, insbesondere literarischem Mittelpunkt, ist er der Lokaldichter für alle diejenigen Gelegenheiten, denen man eine höhere, eine poetische Weihe zu geben wünscht. Die jahrzehntelang in der Unterhaltungsliteratur fast zur Gewohnheit gewordene Übung, die Rolle des Dichterlings durch einen Apotheker spielen zu lassen, ist fraglos auf diesen Umstand zurückzuführen Steht mit ihm die Tatsache, daß dem Apothekerstande eine ganze Anzahl namhafter Schriftsteller entstammt, in einem ursächlichen Zusammenhang? Oder anders ausgedrückt. Übt der pharmazeutische Beruf, der dem Dilettieren in den schönen Künsten anscheinend einen so günstigen Boden bietet, auch auf die schöpferische Gestaltungskraft des Könners, des „Dichters“ einen gleichviel wie gearteten Einfluß aus?

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© Verlag von Julius Springer 1926

Authors and Affiliations

  • Georg Urdang

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