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Vorgeschichte des Krieges

  • Ferdinand Sonnenburg

Zusammenfassung

In der Geschichte des deutschen Volkes stellen sich Erscheinungen vor unsere Augen, denen aus der ganzen Fülle der historischen Wissen-schaft nichts Gleiches an die Seite gesetzt werden kann. Imposant,in geheimniszvoller Weise treten die Germanen auf den historischenSchauplatz: Die Römer, zu deren Füssen die ganze bekannte Weltliegt, das kriegskundige Volk, dessen Feldherrn so ost das stolze Wortaussprechen konnten: „Ich kam, ich sah, ich siegte“, dieses selbe Volk erzählt mit ängstlicher Schen von einer Nazion blauäugiger Barbaren, deren Wohnsitze an der äussersten Nordgrenze der bekannten Gebiete,jenseit des Rheines beginnen, Riesengross und riesenstark sind ihre Leiber, ihr Muth spottet kaltblütig der drohenden Gefahr, ihre Liebe zur ungezügelten Freiheit ist ebenso glühend, wie ihre Sitten rein, ihr Herz grossniüthig, ihr ungebeugter Sinn starr und trotzig ist. Keinen Feind hat der Römer jemals kennen gelernt, den er gescheut hätte, vor den Germanen fürchtet er sich, und als der berühmteste römische Feldherr, als Julius Zaesar seine siegergrauten Legionen gegen Ariovist und seine Deutschen führen will, da entzieht ein grosser Theil der römischen Krieger unter nichtigen Vorwänden sich des gefährlichen Wagestückes, und es bedarf der äussersten moralischen Anstachlung, um die Truppen in den Kampf zu treiben. Durch einige Grfolge kühn gemacht, nimmt die nie besiegte Roma dann den Kampf mit dem ge- fürchteten Feinde auf, aber nur zu ihrem eigenen jähen Verderben, unter dem germanischen Schwerte zerfällt das römische Wetreich in formlose Trümmer, welche ohne Organisazion, ohne Lebenskraft ein klägliches Dasein fristen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1871

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  • Ferdinand Sonnenburg

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