Hippokrates pp 42-44 | Cite as

Von den Geweben (περὶ σαρκω̑ν)

  • Arnold Sack

Zusammenfassung

Des Menschen Gehör kommt folgendermaßen zustande: Der äußere Gehörgang endet an einem Knochen, der hart und trocken wie Stein ist. Nach innen zu ist der Knochen kanalähnlich ausgehöhlt. Der Schall bricht sich an diesem harten Knochen und hallt in dessen Höhlung an der knöchernen Wandung wieder. Das Trommelfellhäutchen im Gehörorgan, das am harten Knochen ausgespannt ist, ist dünn wie Spinngewebe und ist die trockenste von allen Häuten des Körpers. Es gibt viele Belege dafür, daß das Trockenste auch das beste Resonanzmaterial ist; je stärker aber die Resonanz, um so feiner auch das Gehör. Manche Naturforscher haben behauptet, daß es das Gehirn sei, das diesen Widerhall und das Gehör vermittelt. Das ist aber nicht gut möglich: denn erstens ist das Gehirn selber feucht, dann sind die es einschließenden Häute auch feucht und hart, und erst nach außen von der Dura mater kommt der Knochen. Feuchtes gibt aber nie einen Resonanzboden ab; das tut nur das Trockene. Und nur die Resonanz ergibt das Gehör. (Gew. XV.)

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© Julius Springer in Berlin 1927

Authors and Affiliations

  • Arnold Sack
    • 1
  1. 1.HeidelbergDeutschland

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