Zusammenfassung

Wir wenden uns nunmehr dem anderen Teil des Betriebsvermögens zu. Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Werkzeuge und sonstige Anlagevermögensteile werden nicht, wie die Waren, in kurzen Abschnitten umgesetzt, durchlaufen also nicht die Walze der Papiergeldverdünnung. Sie verbleiben vielmehr dauernd oder für längere Zeit dem Betriebe. Ihr Wert erscheint alljährlich in der Bilanz, richtiggestellt durch die kaufmännische Methode der Abschreibungen. Aber auch vor diesem Anlagevermögen hat die Geldentwertung nicht Halt gemacht. Neue Anlagegüter sind nur unter Aufwendung großer Mengen von Papiermark zu beschaffen. Beispielsweise kostete Ende Februar 1920 Kupfer: 24000 Mk. für 1000 kg gegen etwa 1400 Mk. vor dem Kriege. Die Aufstellung einer Gasmotorenanlage, die vor dem Kriege für etwa 1 Mill. Mk. erhältlich war, verursachte Februar 1920 nicht weniger als 21 Mill. Mk. Kosten. Gewisse Maschinen, Werkzeuge und Betriebseinrichtungen stellten sich um das 30- bis 40-, ja 50 fache höher als ihr Anschaffungspreis vor dem Kriege — wenn sie überhaupt erhältlich waren. Die Folge dieser „Marktlage“ war, daß für bestehende Produktionsanlagen im ganzen wie für die einzelnen Teile aus diesen in Papiermark erheblich höhere Preise bezahlt wurden, als der jeweilige Buchwert dieser Gegenstände, ja selbst ihr ehemaliger Anschaffungs- oder Herstellungspreis ausmachte.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Julius Springer, Berlin 1921

Authors and Affiliations

  • W. Prion
    • 1
  1. 1.Universität KölnDeutschland

Personalised recommendations