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Zusammenfassung

Betrachten wir zunächst das Umsatzvermögen (Betriebsvermögen), das sind diejenigen Teile des Vermögens (Aktiva), die dem eigentlichen Umsatz zu dienen bestimmt sind, und von diesem Betriebsvermögen wiederum zuerst die flüssigen Mittel: Kasse und Bankguthaben, so tritt uns das Folgende entgegen. Die Kriegswirtschaft mit ihrer durchgreifenden Lagerräumung, der zur Regel gewordenen Barzahlung und ihren reichlichen, ja überreichlichen Gewinnen, diese eigenartige deutsche Kriegswirtschaft hatte bei fast allen Unternehmungen eine große Geldflüssigkeit erzeugt, eine niemals für möglich gehaltene Liquidität hervorgerufen. Die Millionenbankguthaben der industriellen Unternehmungen waren keine Seltenheit mehr, ja viele Unternehmungen wußten beim besten Willen nicht mehr, wohin mit den Gewinnen und den baren Mitteln. Wenn auch bis zur Beendigung des Krieges die Geldentwertung schon starke Fortschritte gemacht hatte, so war doch die wirtschaftliche Kraft der Unternehmungen nicht unbedingt in gleichem Maße gesunken, eben weil sie unter Umständen über entsprechend mehr bare Mittel — aus den die Geldentwertung noch übersteigenden Kriegsgewinnen — verfügten.

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Copyright information

© Julius Springer, Berlin 1921

Authors and Affiliations

  • W. Prion
    • 1
  1. 1.Universität KölnDeutschland

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