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Der Totenglaube anderer Kulturvölker

  • Walter F. Otto

Zusammenfassung

Die bisherige Untersuchung beschränkte sich auf Homer und die Primitiven. Sie ergab, daß beide sich die Totenseele mit erstaunlicher Einmütigkeit als ein Wesen vorstellen, das von Lebensgeist streng zu unterscheiden ist. Diese Übereinstimmung kann nicht zufällig sein. Vielmehr läßt sie vermuten, daß wir damit auf diejenige Vorstellung geführt werden, die überhaupt dem naiven Menschen der Vorzeit natürlich gewesen ist. Eine willkommene Bestätigung dafür bietet die schon mehrfach hervorgehobene Tatsache, daß eben dieser Glaube sich bei naiven Menschen bis zum heutigen Tage im wesentlichen unverändert erhalten hat. Aber es wäre sehr wichtig, die Anschauungen noch anderer und möglichst vieler Völker zu befragen, ob vielleicht auch sie, ohne daß man es bisher deutlich genug bemerkt hätte, von derselben Unterscheidung ausgehen oder ehemals ausgegangen sind. Diese Aufgabe muß natürlich den Spezialforschungen überlassen bleiben. Nur für zwei Religionen soll hier die Untersuchung angestellt werden.

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© Verlag von Julius Springer 1923

Authors and Affiliations

  • Walter F. Otto

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