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Thomas Mann’s Novelle: Der Tod in Venedig

  • D. E. Oppenheim

Zusammenfassung

In diesem Werk erhebt sich die psychologische Kunst des Dichters zur Höhe stolzer Selbstgenügsamkeit. Daher der Verzicht auf Schilderung der bunten Außenwelt, wo ein Ich gegen das andere stößt und wirkt, daher der Mangel an Handlung. Erst am Ende tritt ein Ereignis ein, das diesen Namen verdient, und nicht einmal das eine kommt überraschend. Denn daß der Held der Erzählung in Venedig stirbt, ist schon in der Überschrift angedeutet. Selbst das einfachste Mittel, inneres Erleben in äußeres zu verwandeln, das Gespräch, wird nur spärlich angewendet. Neben dem Protagonisten stehen fast lauter stumme Personen. Auch bleiben sie alle in dem unsicheren Dämmerlicht und der weiten Entfernung, in der sie der Held zu sehen bekommt. Deshalb gewinnen sie kein selbständiges Sein, sondern wirken nur als Erscheinungen seines rastlos flutenden Innenlebens.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1926

Authors and Affiliations

  • D. E. Oppenheim

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