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Allgemeiner Teil

  • Reichsgesundheitsamt

Zusammenfassung

Die Bestrebungen nach Schaffung einer besonderen Reichszentralbehörde für das Gesundheitswesen gehen bis in die Zeit des Norddeutschen Bundes Zurück. Bereite der Reichstag des Norddeutschen Bundes (Beschluß vom 6.April 1870) und ihm folgend der Reichstag des Deutschen Reichs (Beschluß vom 27. November 1871) hatten sich mit ßetitionen zu befassen, die auf Grund des Art.4 Nr.15 der damaligen Berfassung, wonach die Maßregeln der Medizinal- und Beterinärpolizei der Aufsicht und der Geseßgebung des Reichs unterlagen,die übernahme der Berwaltung der öffentlichen Gesundheitspflege und gleichzeitig die Errichtung einer mit dem Recht der EXekutive ausgestatteten gesundheitlichen Zentralbehörde durch das Reich forderten. Schon norher, im Februar 1870, war der Bundeskanzler Graf bismerck an den ßreußischen Minister der Medizinal-Angelegenheiten mit dem Ersuchen herangetreten, eine äußerung der preußilchen Wissenschaftlichen Deputation für das Medizinalwesen über die in den ßetitionen aufgeworfenen Fragen einzuholen. Die genannte Wissenschaftliche Deputation gab ihr Gutachten unter dem 15. November 1871 dahin ab, daß sie eine verwaltungsmäßige Zusammenfassung der gesamten öddentlichen Gefundheitspflege im Deutschen Reiche für unmöglich halte, solange nicht die Zentralisation der öffentlichen Gewalten noch viel weiter geführt sei, al# die gegenwärtige Berfassung vorschreibe Demnach erachte sie auch eine Zentralbehörde mit vollziehender gewalt für unangemessen. Aunders stele sich die medizinischen Statistik und der allgemeinen Gesundheitsberichte zu schaffen; doch werde kaum Material in ausreichendem Maße Zur Berfügung gestellt warden können.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1926

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  • Reichsgesundheitsamt

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