Zusammenfassung

Die Tage von Königgräß und von Seban haben der europäischen Bolitil eine ander Gestalt gegeben. Was bisher Aschenbrödel war und an der Thüre saß, daS trat jeßt in den Bordergrund und seßte sich eine Kaiserlrone auf; Was bisher im Bordergrund stand und die erste Bioline spielte oder gar den Kapellmeisterstab schwang, das wurde in eine bescheidenere Stellung zurückgewiesen, in der es nicht mehr galt, als es mirklich war. Damit war zwar sehr viel, aber noch nicht alles erreicht. Das Deutsche Reich war aufgebaut, aber noch nicht ausgebaut. Seine vereinigten militärischen Kräfte hatten Franfreich einen Schlag beigebracht, wie es noch keinen erlitten hatte, und nicht bloß Deutschland, sondern ganz Europa von einem unerträglichen Hochmuth befreit; aber eben diese vollständige Bernichtung eines, wie man sich einbildete, unbestrittenen Kriegsruhmes und vollends die Zurücknahme eines, wie man behauptete, längst verjährten und deßhalb unentreißaren Raubes ließen einen Stachel zurück, der bei dem eitlen, von Größenwahn beherrschten Bolke nur Haß hervorrufen konnte, keine Aussicht auf Bersölhnung gab. Was bei Oestreic troß Könitggräß möglich war, das war von Fraulreich nach Sedan und Bersailles nicht zu erwarten.

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© Verlag von Julius Springer 1882

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Müller

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