R. Mayers „Erhaltungskausalität“: Gleichsetzung des generellen physikalischen Erhaltungsprinzips mit dem Begriff physikalischer Kausalität

  • Alwin Mittasch

Zusammenfassung

Sowohl astronomische wie terrestrische Mechanik hatten schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen sehr hohen Stand erreicht, die letztere wiederum in theoretischer und in angewandter Form. Ferner hatte es nicht ausbleiben können, daß die streng mechanische Weise des Kausaldenkens sich auch andere Gebiete der Naturwissenschaft zu erobern suchte. Schon früh hatte man begonnen, die neue Mechanik in die neue Physiologie (seit Vesalius) zu tragen. Harveys erfolgreiches Studium des Blutkreislaufes (1628) und weitere Arbeiten zahlreicher Forscher (Borelli, Hales u. a.) über Bau und Funktion des Knochengerüstes, über die Muskelbewegung, ja sogar über Verdauung und Stoffwechsel hatten eine ansehnliche Statik und Mechanik des menschlichen Körpers geschaffen (31). Es ist bemerkenswert, daß neben der mechanistischen Physiologie, die zunächst namentlich in Italien und Frankreich vertreten wird, sich auch eine primitive chemische Physiologie und Medizin regt: Paracelsus, van Helmont, Franz de le Boë (Sylvius), Boerhaave, Spallanzani u. a. m. (Jatrochemie neben Jatrophysik).

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© Julius Springer in Berlin 1940

Authors and Affiliations

  • Alwin Mittasch
    • 1
  1. 1.HeidelbergDeutschland

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