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Das Werden des geschichtsphilosophischen Gedankens in dem griechischen Kulturkreise

  • Georg Mehlis

Zusammenfassung

Wenn es sich um das Werden eines Gedankens handelt, so wissen wir sogleich, daß nun bald der Name Hellas genannt wird, und wenn wir diesen Namen hören, so unterliegen wir immer einem Zauberbann. Die in jeder menschlichen Seele ruhende Sehnsucht nach Schönheit faßt uns dann gewaltsam an und wir fürchten ihr zu unterliegen. Hin- und hergestoßen, nach den verschiedensten Seiten gewendet sind die Völker und Zeiten durch die Idee des Griechentums. Man hat diese ferne Kultur gehaßt und verachtet und dann auch wieder tief und schmerzlich geliebt. Der römische Kaiser Julian und der deutsche Dichter Hölderlin haben beide mit ihrer heißen Seele den Gedanken des Griechentums ergriffen und wollten es wieder haben, weil sie nur mit ihm leben konnten. Und wenn der Kaiser die griechischen Götter und ihre Priester zurückrief und die festliche Schönheit antiker Lebensfreude wiederzugewinnen strebte, so suchte der junge Dichter diese verlorene schöne Welt mit all den herrlichen Gestalten, die sie dereinst bevölkerten, in der Welt der Phantasie, im Traumland der Kunst wieder zu erwerben, bis er an dieser großen Sehnsucht und Liebe dahinstarb.

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© Julius Springer in Berlin 1915

Authors and Affiliations

  • Georg Mehlis

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