Zusammenfassung

Mir ist es augenblicklich sehr zweifelhaft, ob ich bei der weitern Entwicklung der Volkswehrbewegung mit den Leuten werde weiter zusammengehen können,1) die ich bisher zusammengetrommelt habe, ob es nicht Pflicht für mich wird, sie laufen zu lassen und mich absolut frei zu erhalten. Alle diese Leute wollen auf wohlfeile Weise sich mit ein wenig Schwätzen abkaufen, während, unsereins sein Herzblut hergeben soll. Aus diesen Gründen muß ich vorläufig auch den Brief an Kichniawy noch zurückhalten. Wenn ich nicht allzusehr beschäftigt wäre, würde ich selbst nach Koburg gehen, um einmal wieder gehörig dreinzudonnern und dadurch vielleicht die Dinge wieder völlig in mein Geleise zu bringen.

References

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  • Gustav Mayer

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